Das Scriptorium des Klosters wird durch eine Tür vom Atrium aus betreten. Von hier aus waren drei Reihen mit jeweils fünf Arbeitsplätzen auf den Platz des Schriftenverwahrers ausgerichtet, dessen Platz sich vor der Tür zur Bibliothek des Klosters befand. Die Arbeitsplätze standen recht weit auseinander, sodass eigentlich noch Platz für mehr gewesen wäre.
Eine andere Tür führte zu einer kleinen Buchbinderwerkstatt, eine andere in die Amtsstube Friedhelms.
Die Schreibgeräte, Federkiele, Tinten, Papiere, wurden vom jeweils diensttuenden Schriftverwahrer in einen Schrank geschlossen. Jeder Mönch, der hier arbeiten wollte musste sich für das Schreibwerkzeug und die Bücher, die er wollte, bei dem Schriftverwahrer melden, der diese dann aushändigte.
Eigentlich waren hier immer mindestens drei Mönche mit Abschriften, oder anderen Schreibaufgaben beschäftigt, der Platz des Schriftverwahrers war aber immer besetzt, immer mit dem Mönch der gerade dran war als Schriftverwahrer Dienst zu tun.