Wann: Einige Monate nach dem Sommerfeldzug gegen Ankor Mortis, im Spätherbst
Wo: Im Süden der oronischen Lehensgrenzen, außerhalb erkundeter Territorien
Wer: Karmal & Umar al Haniqis (+oronische NPCs)
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Der kleine Verband der Dickhornschafe lehnte dicht gedrängt in der Felsensenke. Rings umliegender Kalkstein strahlte die Abwärme des Tages noch weit durch die sternenverhangene Nacht und wärmte ihre sehnigen, von kurzem Fell bedeckten Körper. Das geräuschvolle Balzen der Zikaden störte sie nicht in ihrem Schlaf, auch nicht der Ruf eines Wüstenuhus, der über das junge Gebirge schallte. Der Dämmerwind striff sachte ihre Rücken und trug gemeinsam mit mineralisch gefüllten Brisen Träume von Palmen und fruchtbaren Böden heran. Eine Vibration in den Steinen ließ den Leithammel aufmerken. Neugierig reckte er seinen behörnten Schädel, um Ausschau nach der Ursache zu halten, als schon der stählerne Pfeil aus der Dunkelheit trat und mit einem dumpfen Hämmern den Brustkorb seiner Nachbarin durchbrach. Ein röchelndes Blöken. Eine panisch fliehende Herde. Ein ungelenkes Stolpern. Ein zweiter Pfeil, der dem Leiden des Tieres ein Ende setze.
"Ruuuuuuuhig..." sprach der oronische Kundschafter seinem Reittier zu, wobei das leise Kommando vom Ausatmen seiner eigenen Anspannung getragen wurde. Der Shadif zu seinen Schenkeln schüttelte kurz den Schrecken ab, der ihn beim Ruck des Bogens durchfahren war. Das Pferd hatte vorbildliche Ausbildung genossen, es blieb ruhig und gehorsam.
Der Späher markierte die Stelle mit einer von Kristallen erleuchteten Lanze und pfiff dann ein Signal durch seine beiden Finger.
Er hatte die Höhleneingänge wiedergefunden, von denen er den Anderen am Vortag berichtet hatte. Nun konnte das Dschadra des Beybashars gemeinsam mit den Arbeitern des Giftmischers das Lager aufbauen, um ihren Auftrag zu verrichten. Mit einem sanften Ruck am Zügel führte er den Vollblüter zu einer Linksdrehung und ritt dann der Expedition gemächlich entgegen.