An Ihre Herrlichkeit, Neome, Nyame der Rosen und seine Exzellenz, Amir, Thul´Heen der Dornen, Regent des Reichs
Eure Herrlichkeit,
euer Exzellenz,
ich wende mich in einer erfreulichen und in einer nicht so erfreulichen Angelegenheit an euch.
Zunächst die nicht so erfreulichen Nachrichten, ich begleitete eine Warenlieferung von Zackenberg zur Baustelle nach Herzensruh, da ich über die Wälder nur schlechtere als gute Erinnerungen habe. Man bedenke die vorfälle in Eichenfelde, oder die Überschwemmung. Auch der Mörder von Kelemthal versteckte sich im Wald und scharrte dort seine getreuen um sich, so wie die Aussteiger und die Dessateure die vom Jadekrieg auch Sie lebten im Wald.
Um ehrlich zu sein, war jener Ausflug auch nicht uneigennützig gedacht, ich hatte auch eine kleine Jagdgemeinschaft mitgenommen um wieder den Duft der Wälder zu vernehmen und um Abstand von Quingard und Zackenberg zu kommen, damit ich eine andere Sichtweise auf die Dinge bekomme.
An der Baustelle an der Herzensruh wurde ich sofort Empfangen von Thalion, zu meinen verwundern, war seine Hoheit der Neches'Re anwesend. Miro war so freundlich und hat mich als Gast empfangen. Wir kamen des Abends ins Gespräch.
Nun, er empfing mich und machte einen sehr sehr aufgelösten Eindruck. Auch sein äußeres Erscheinungsbild hatte sich seit dem Fest der Freuden verändert.
Er hatte sehr tiefe Ringe unter den Augen und Spuren einer verheilenden Wunde auf der Stirn. All das sind Hinweise darauf, dass Miro wohl vor einiger Zeit sehr schwer verwundet worden war. Dennoch mache ich mir nicht sorgen um seinen Körperlichen zustand, eher um seinen Mentalen.
In meiner alten Heimat, gibt es eine Krankheit die wir die Kreuzfahrerkrankheit nennen, jene Krankheit beeinflusst das Denken und Träumen. Seine Hoheit scheint diese noch nicht lange zu haben. Meine Vermutung als Laie liegt hier, dass das Artefakt in der Nosgorioth- Sklavenmine der halephischen Wälder hierfür verantwortlich ist. Da seine Hoheit sicherlich nicht alleine auf dieser Expedition war, sollten seine Begleiter ebenfalls untersucht werden.
Da ich wie bereits geschrieben nur ein Laie bin, was Geistheilung betrifft und ich seine Hoheit nicht länger als nötig belästigen wollte, habe ich in dieser Hinsicht nichts unternommen.
Dennoch will ich mitteilen, was ich alles vernommen habe und sich im Gespräch ergeben hat.
- Augenringe vermutlich vom Schalfmangel
- Schlechte Träume zumindest kann er Sie selber nicht als gut einordnen
- Absichtlicher Themenwechsel, wenn es um die halephischen Wälder geht
- Zittern der Hände, könnte zwei Ursachen haben, der übermäßige Alkoholkonsum oder was wahrscheinlicher ist Angst und Wahnvorstellungen
- Aloholismus auslößer vermutlich der Schlafmangel
- Erhöhte Nervösität, es gab keinerlei Grund nervös zu sein
- Apatischen Starren, erst ins Feuer, dann in eine Ecke
- Gedankenlos und/oder unsotierte Gedanken
- Er brach in ein Lachen aus, was in jener Situation merkwürdig und komisch war
- Stimmungswechsel von Nervös, zu Euphorisch zu melancholisch
- Einmal verkrampfte er im Stuhl und hielt sich daran fest, als würde er jeden Moment herausgerissen werden.
Die nächste Stufe jener Kreuzfahrerkrankheit wäre, dass er anfangen würde sich selbst zu verletzen oder verstümmeln um zu wissen, was Realität ist oder was Traum ist.
Er muss aus diesen Irrkreis befreit werden, er wird das Zeitgefühl verlieren, am Tag schlafen in der Nacht aktiv sein.
Nun zu den erefreulicheren Nachrichten, Zackenberg hat seit drei Monden eine Fertiggestellte Kaserne, die Kompanien sind wieder aufgefüllt und die Rekruten ausgebildet, die Grenztürme sind auch alle in Betrieb. Die Dörfer bekamen zur Befestigung Holzpalisaden und einfache gräben, in den Weilern wurden Magazine gebaut und befüllt, so können befreundete Truppen jederzeit bei uns auf Ausrüstung und Nahrung an jedem Ort zugreifen. Das sollte das Logistische verlegen von Verbänden beschleunigen. Derzeit wird an Befestigungen an der Grenzach gearbeitet und wir Prüfen die Stadt auf Schwachstellen.
Die Fertiggestellte Kaserne ist absichtlich größer gebaut worden, hier könnten weitere sieben Kompanien unterkommen. Derzeit haben wir in Zackenberg keine 1000 Einwohner, hinsichtlich der Situation, das wir ein Grenzlehen sind und der Erste Prellbock für das Schware Eis aus Viria sind haben wir ein drittel der Einwohner unter ständigen Waffen. Weitere Truppenaushebungen sind hier nicht machbar, dann würde die Wirtschaft in Zackenberg Kollabieren, es mangelt jetzt schon an Personal, wir haben mehr Arbeit als Arbeiter.
Um auf das Thema Kaserne zurückzukommen, in meiner Alten Heimat, gab es eine art Schule, mehr noch, eine Institution mit dem Namen; Kaiserliche Wehrheimer Akademie für Strategie und Taktik, jene Schule existiert nicht mehr in der Heimat. Sie fiehl einen großen Krieg zum Opfer. Da es mir möglich war, ließ ich hier in Zackenberg die Kaserne etwas größer Ausfallen, die Heimat als Vorbild. An jener Schule mussten Adlige Abkömmlinge, die ein Militärisches Amt bekleiden wollten studieren. ABER, dort waren nicht nur Adlige, auch einfache, die Geschick für das Militärhandwerk zeigten waren sehr willkommen. Andere Militärische institutionen stellten meist nur einfache Waibel und Offiziere, kamen jedoch die höheren Herzog, Oberst, Marschall oder gar der Reichserzmarschall, fast Ausschließlich von jener Akademie in Wehrheim. Um das ganze auf den Punkt zu bringen, ich Spiele mit dem Gedanken die erste Militärschule im Reich der Rosen zu gründen, wo lehensübergreifend Waibel und Offiziere und gar Stabsoffiziere, wie ich es bin Auszubilden. Ähnich wie die Magierakademie.
Das Reich der Rosen hat immer wieder bewiesen, dass von Ihm große und erfahrene Heerführer hervorkommen. Es wäre doch in unseren eigenen Interesse, wenn jene in Zukunft eine breite Basis an Wissen über Strategie, Taktik, Planung und Logistik inne haben, noch besser die gleiche.
Da eine Zentralisierte Ausbildung von Truppen Sinnvoll wäre, bestünde auch hier die möglichkeit einmal im Jahr bis zu zwei Kompanien Auszubilden. Da die lehen Ihre eigenen Truppen stellen, werde ich nicht nur die Zustimmung vom Hof der Rosen und vom Hof der Dronen benötigen sondern auch jener Einzelnen Lehen. Jene werde ich aber erst Anfragen, wenn ich die Zustimmung von euch habe. Auch müsste jene Schule nicht nur von Schülern sondern auch von Lehrern belebt werden. Hierzu würde ich auch Erfahrenes Personal, ausserhalb der Grenzen vom Reich der Rosen rekrutiren, dies könnte die Diplomatischen beziehungen zu den anderen Siegeln stärken.
Unter Umständen, könntet auch Ihr davon Profitieren, so wäre es möglich, dass der Banner oder Herrscherrat in jenen Belangen kürzer ausfallen würde oder Ihr guten Gewissens einen stellvertreter schicken könnt.
Seine Hoheit der Neches'Re hat sich angeboten Schirmheer jener Gemeinnützigen Schule/Akademie zu werden.
Als erfahrener Ritter, Stabsoffizier und Burgoffizier, der das Reich der Rosen als seine neue Heimat nennen darf, sowie Anhänger der Elemente bitte ich inständig, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen dürfen.
Ich hoffe, dass Ihr dieses Unterfangens ähnlich bewertet und es unterstützt.
Falls Ihr aus erster Hand über diese Angelegenheit erfahren wollt, euer Herrlichkeit, euer Exzellenz, so empfehle ich ein Gepräch mit seiner Hoheit den Neches'Re.
Ich verbleibe ein treuer Diener des Reiches,
Xandros Rabenstein von und zu Wehrheim
Burgoffizier der Zackenberger
Ritter des Ordens von Rosen und Dornen