Die Thermen des Klosters waren nicht groß, doch der wabernde Dampf schuf bisweilen die Illusion von Endlosigkeit. Es gab insgesamt drei Kammern, eine große und zwei kleinere, deren Wände alle mit gebrannten und glasierten Kacheln ausgelegt waren. An den Wänden luden steinerne Bänke zum verweilen ein, die in der größeren Kammer treppenartig in zwei Ebenen erbaut worden waren. Wasser glitzerte auf den Bänken, Böden und Wänden und warmer Dampf wallte durch die Luft. Hier und da glühten Kohlenbecken in rotem Glanz und verbreiteten eine Wärme, die jedem Besucher schnell den Schweiß auf die Stirn trieb. Insgesamt war die Beleuchtung hier gedämpft, Fenster nach außen gab es nicht.
Der Therme vorgelagert war ein kleiner Raum mit hölzernen Bänken und Regalen, in dem sich die Besucher ihrer Kleidung entledigen konnten. Auch Tücher lagen hier bereit.