2.W
Nachdem Cahlaia sich von Vhenan mit einem Lächeln verabschiedet hatte hielt sie inne, während sie ihren Rucksack auf den Stapel der bereits abgelegten Dinge warf. Lediglich ihre Schwertlanze behielt sie bei sich. Für einen Moment wirkte es als würde sie den Kampf und die Untoten beobachten, doch war es nicht die physikalische Welt in welche die Edalphi hinein spürte. Da war ein Kribbeln und eine Unruhe die irgendwo an ihr Sein klopfte, ähnlich wie am Portal wo die Aerisenergie so dick und dicht gewesen war das es beide Edalphi hibbelig gemacht hatte. Auch hier und jetzt als der Wind auffrischte war es plötzlich wieder da, das Gefühl der Unruhe, der unnatürlichen Kälte.
Intuitiv suchte die junge Edalphi den Blick der Älteren. Sie nickten, beide als hätten sie ein unsichtbares Gespräch geführt und dann stürzten sie zeitlich los. Die intuitive Magierin streckte ihre unsichtbaren Sinne nach all der Energie aus die da war, während sie sich sicher war das ihre Schwester das Gleiche tat. Frost begann ihre Handschuhe empor zu wachsen, begann sich wie eine Pflanze über ihre Arme zu ihren Schultern heraufzuarbeiten und bedeckte bald ihre gesamte Kleidung. Cahlaia zitterte, es fülhlte sich an als würde die Kälte bis zu dem Kern ihrer Knochen kriechen und trotzdem räumte sie dem Frost so viel Platz ein wie sie konnte. Denn schließlich floss mit der Kälte all die Aerisenergie in ihr sein. Zusammen mit ihrer Schwester begann sie im Rennen durch den Schnee einen Zauber zu formen, Geste um Geste, Faden um Faden sponnen die zwei Edalphi aus der rohen, ungeordneten kalten Energie ein Konstrukt das sich von den zwei Empathinnen ganz intuitiv fast wie ein Instrument spielen ließ. Cahlaia sah zu Larell herüber und auch an ihrer Schwester konnte sie die Kosten dafür erkennen so viel Energie in dieser Umgebung auf einmal zu händeln. Doch nicht zu handeln war ein Frevel und Möglichkeiten sollte man nicht vergehen lassen. Also taten sie was getan werden musste. Für einen Moment analysierten sie noch das Schlachtfeld, fanden einen Winkel in dem keine Verbündete standen. Dann kamen beide Edalphi schlitternd zum Stehen und Wortfetzen durchzogen die Lichtung bevor ein Sturmwind aus den Händen der zwei Frauen brach und eine brutale Schneise durch die Reihen der Feinden schlug.
Erleichtert und mit etwas Schweiß auf der Stirn, drehte Cahlaia sich zu Larell. Gerade noch im Begriff ihr etwas für den nächsten Schritt zuzurufen, spürte Cahlaia ein reißen in ihren Muskeln. Es fühlte sich an als wären sie angefroren und waren es doch nicht wirklich. Doch Aeris hatte die Wärme verdrängt welche sie über all die Stunden im Schnee bewahrt hatte. Auf einmal war ihr stürmischer Angriff hinterhältig begrenzt worden. Jede Bewegung fiel schwer, ging viel zu langsam vonstatten. Cahlaia hätte schwören können selbst zu einer Eissäule erstarrt zu sein, so kalt fühlte sich ihr gesamtes Sein an. Auch hätte sie schwören können das ihr Atem weit weniger Wolken zu bilden schien, als würde alles beginnen auszukühlen. Aber das konnte genauso ein Streich sein, welcher ihr Kopf ihr spielte. Hilflos huschte ihr Blick zu der Eliondalphi, doch Larell schien es nicht viel besser zu geben. Der magische Sturmwind den sie gegen den Feind geschleudert hatten, hatte seinen Preis gefordert und ließ die Magiewirker nicht in der besten Position für den restlichen Kampf zurück. Denn die Welt um die zwei Edalphi herum, bewegte sich wesentlich schneller als sie es konnten.
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2.W
After saying goodbye to Vhenan with a smile, Cahlaia paused as she tossed her backpack onto the pile of things already discarded. Only her sword lance she kept with her. For a moment it seemed as if she was watching the battle and the undead, but it was not the physical world the Edalphi sensed into. There was a tingling and a restlessness that knocked somewhere at her being, similar to the portal where the aero energy had been so thick and dense that it had made both Edalphi jittery. Here and now, as the wind picked up, it was suddenly there again, the feeling of restlessness, of unnatural coldness.
Intuitively, the young Edalphi sought the gaze of her elders. They nodded, both as if they had an invisible conversation, and then they rushed off in time. The intuitive mage reached out with her invisible senses for all the energy that was there, while she was sure that her sister was doing the same. Frost began to grow up her gloves, started to work its way up her arms to her shoulders like a plant, and soon covered all her clothes. Cahlaia shivered, it felt like the cold was creeping to the core of her bones, and yet she gave the frost as much room as she could. After all, with the cold all the aero energy flowed into her. Together with her sister, she began to form a spell while running through the snow, gesture by gesture, thread by thread, the two Edalphi spun out of the raw, disordered cold energy a construct that could be played by the two Empaths quite intuitively, almost like an instrument. Cahlaia looked over at Larell and also at her sister she could see the cost of handling so much energy in this environment at once. But not to act was a sacrilege and opportunities should not be allowed to pass. So they did what had to be done. For a moment they analyzed the battlefield, found an angle where there were no allies. Then both Edalphi came to a skidding halt and snatches of words pervaded the clearing before a gale force wind burst from the hands of the two women and cut a brutal swath through the ranks of the enemy.
Relieved and with some sweat on her brow, Cahlaia turned to Larell. Just about to shout something to her for the next step, Cahlaia felt a tearing in her muscles. It felt like they were frozen and yet they weren't really. But Aeris had displaced the warmth she had retained for all those hours in the snow. All of a sudden, her stormy attack had become surreptitiously limited. Every movement was difficult, too slow. Cahlaia could have sworn that she herself had frozen to a pillar of ice, so cold did her entire being feel. She could also have sworn that her breath seemed to form far fewer clouds, as if everything was beginning to cool down. But that could just as well be a trick her head was playing on her. Helplessly, her eyes darted to the Eliondalphi, but Larell didn't seem to fare much better. The magical storm wind they had hurled at the enemy had taken its toll, leaving the magic workers not in the best position for the rest of the fight. For the world around the two Edalphi was moving much faster than they could.